Lidl und der 0-Euro-Bug
Von LattmannIn der Silversternacht 1999/2000 hielt die Computerbranche für einen Moment die Luft an – würde der Y2K-Bug tatsächlich zuschlagen? Monatelang war über eine mögliche Fehlerstelle in Computern und Software spekuliert worden, die beim Sprung vom Jahr 1999 ins Jahr 2000 unsere computergestützte Welt ins Chaos stürzen könnte. Passiert ist dann aber ungefähr gar nichts. Bei Lidl gibt es anscheinend eine eigene Variante des Y2K-Bugs – den 0€-Bug. Und die geht in etwa so:
- Geben Sie am Pfandautomaten zwei Enwegpfand-Flaschen zurück; Sie bekommen einen Pfandbon über 50 Cent
- Kaufen Sie nun eine Flasche Wasser für 19 Cent (plus 25 Cent Pfand) und
- eine Tragetasche für 6 Cent.
- Versuchen Sie nun, diese Rechnung über 50 Cent mit Ihrem 50-Cent-Pfandbon zu bezahlen – und bringen Sie etwas Zeit mit…
- Rien ne va plus, nichts geht mehr!
Wie mir mehrere Leser berichten, sorgen Rechnungsbeträge über 0,00 Euro immer wieder für Systemabstürze an den Lidl-Kassen. Die Kasse tritt in den sofortigen Warnstreik und bittet per Display um “Autorisierung!” Erst der Filialleiter kann das System dann wieder in Gang bringen.
Da hat wohl jemand die Kassen zu peinlich genau darauf programmiert, dass Lidl zwar billig ist – aber eben auch nichts zu verschenken hat…




