Mit dem Essen spielt man. Nicht?
Von Marco Kitzmann
Streng genommen ist Kochen ja immer ein dampfendes und wild brodelndes Durcheinander unterschiedlichster biochemischer und physikalisch-chemischer Prozesse. Nirgendwo werden diese Begriffe aber häufiger strapaziert als bei dem Versuch, die Molekulargastronomie zu beschreiben. Gelee oder Schaum aus Gemüse, Frucht-Kaviar, heißes Eis oder Olivenöl-Bonbons — solche und ähnlich verrückt klingende Kreationen haben ihren festen Platz in der molekularen Küche, die vor allem durch den spanischen Koch Ferran Adrià bekannt wurde.
Wer bislang seine Zunge mit ungewohnten Kombinationen von Geschmäckern, Temperaturen und Texturen herausfordern wollte, musste meist lange auf einen Tisch bei einem der wenigen Molekularköche warten. Doch jetzt gibt es molekulare Gastronomie auch für zuhause — der französische Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln Kalys präsentiert auf der Anuga zwei mit dem Innovationspreis Taste ausgezeichnete Sets für die kleine Molekularküche am heimischen Herd.
Mit ihnen lassen sich Gelee-Spaghetti aus Fruchtsaft, Sirup, Pflanzeninfusionen oder Gemüsesaft sowie Zucker-Schalen mit Knackeffekt herstellen. Zur Dekoration von Cocktails oder Desserts können außerdem mit Fruchtsaft oder Fruchtmus gefüllte Perlen zubereitet werden. Das Tolle: Die Zubereitung scheint wirklich schnell zu gehen und auch nicht allzu aufwändig zu sein. Selbst ausprobieren konnte man das am Stand aber leider nicht — eigentlich schade, hätte schon Lust gehabt, einmal selbst mit dem Essen zu spielen.









