“5 Millionen Euro sind zu wenig”
Von Marco Kitzmann und Gabriel Pilars de PilarAuch ein dreiviertel Jahr nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Absatzfondsgesetz beschäftigen die Folgen der Zwangsliquidierung der CMA noch immer die Branche. So auch am Samstagabend, an dem die zweite “German Traders’ Night” stattfand, zu der BMELV, BVE sowie die Koelnmesse als Mitveranstalter die deutschen Anuga-Aussteller sowie zahlreiche Gäste aus dem internationalen Handel geladen hatten.
Im Anschluss an ihr Kurzreferat verriet die parlamentarischen Staatssekretärin im BMELV Ursula Heinen-Esser in einer Podiumsdiskussion auf Nachfrage, ob und welche Mittel denn der Bund nach dem Wegfall der CMA für die Absatzförderung zur Verfügung stellen wolle. “5 Millionen Euro”, so Heinen-Esser, seien hierfür vorgesehen. Viel zu wenig, befand sofort der BVE-Vorsitzende Jürgen Abraham: Andere EU-Staaten stellten schließlich deutlich zweistellige Beträge zur Verfügung.
“Mittelständler, die die Märkte in Asien oder Nordamerika erschließen wollen, brauchen Unterstützung und dürfen nicht alleine stehen gelassen werden”, sagte der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie. Insbesondere bedauerte Abraham die Schließung der Auslandsniederlassungen der CMA. Hierdurch gingen “echte Kontaktchancen” verloren. Darüber müsse gesprochen werden — und werde es auch: Für 2010, so Abraham, seien entsprechende Gespräche mit dem Wirtschafts- und dem Außenministerium vereinbart.










