Fazit Anuga 2009
Von Silke Biester
Die nächste Anuga kommt bestimmt: 8.-12. Oktober 2011
Fünf Tage Anuga 2009. Für die Aussteller sogar deutlich mehr, denn die weltgrößte Ernährungsmesse bestimmt schon Monate vorher den Arbeitsalltag für viele. Hat sich der Aufwand gelohnt?
In diesem Jahr sind die Stimmen der Aussteller ausgesprochen positiv (wenn man mal von einigen aufgebrachten Chinesen absieht). Das neue Konzept der Anuga, das dieses Jahr zum zweiten Mal umgesetzt wurde, scheint aufzugehen. Verbessert wurde zudem noch einmal die Verteilung der verschiedenen Nationen auf die themenbezogenen Hallen. Viele Aussteller haben sich darüber gefreut, das ein gemischteres Publikum an Ihren Ständen vorbei kam als früher und somit auch echte Neukontakte zustande kommen konnten.
Natürlich gab es auch Kritik:
Etliche große deutsche Unternehmen waren nicht hier, insbesondere im Getränkebereich fehlten namhafte Marken. Für all jene, die aber hier waren, hat sich dies sogar positiv ausgewirkt. Die mittelständischen kleineren Unternehmen rückten so stärker in den Fokus. Schließlich sind die Einkäufer des Handels fast alle da gewesen. Sie haben Ihre Zeit mangels Anwesenheit eben nicht bei den Großen verbracht, sondern bei etwas kleineren Anbietern.
Zudem sollte man vielleicht erwähnen, dass die Anuga eine internationale Messe ist, die diesem Anspruch auch gerecht wird. Ein rein deutscher Fokus ist nicht angebracht. Zumal auch die Einkäufer des deutschen Handels die Internationalität zu schätzen wussten. Sollte beispielsweise ein Handelsunternehmen als Aktion mal eine türkische Woche oder ähnliches planen, so war es ein leichtes, die Geschäftskontakte für ein entsprechendes Sortiment ohne viel Aufwand zu knüpfen.
Grundsätzlich gewinnen die Regionen aus denen die Produkte stammen im Markt eine wachsende Bedeutung. Regionalität schien auf der Messe sogar das Trendthema Bio zu überflügeln. Neben den Produkten selbst rücken die Rahmenbedingungen der Ware zunehmend in den Mittelpunkt. Aufmerksamkeit lag auf Themen wie Nachhaltigkeit, Gesundheit, Fair Trade, Halal oder Animal Welfare.
Natürlichkeit rückte auch insofern in den Produktfokus, da immer mehr Hersteller ihre Innovationen “frei von Konservierungsstoffen, Zusatzstoffen, künstlichen Aromen, Stabilisatoren” und ähnlichem herstellen.









