Ganz chön charf!
Von Marco KitzmannDrei Freunde sitzen in einer Szenebar. Fragt der Erste: “Was machen wir jetzt?” Erwidert der Zweite: “Ich brauch noch was Scharfes.” Antwortet der Dritte: “Mach’s dir doch selbst!”, und kippt ihm etwas Chilisauce in die Cola. Den Ersten irritiert’s, der Zweite probiert’s: “Das schmeckt ja rebellisch!”
So verkauft die Hamburger Art Project Design & Communication GmbH die Entstehungsgeschichte ihrer Chili-Cola, der nach eigenen Angaben schärfsten Cola der Welt. Die kommt in drei Schärfegrade daher (Soft Chili, More Chili und Maxx Chili), ist mit Ingwer verfeinert und hat in diesem Jahr den Innovationspreis Taste 09 gewonnen.
Ich persönlich halte ja nicht so viel von dem aktuellen Trend, allem noch einen Schuss Schärfe mitzugeben. Schokolade mit Chili, Weingummi mit Chili, Käse mit Chili, Chili mit Chili — und jetzt eben auch Cola mit Chili. Probiert habe ich natürlich trotzdem, hilft ja nix, da muss man als Messeblogger durch. “Mild” und “More” sind okay, “Maxx” brennt allerdings schon ganz ordentlich in der Kehle. Und genau das stört mich an dieser Innovation ein wenig: Ein Getränk, dass gefühlt nur noch mehr Durst fabriziert, mag zwar dem Getränkeabsatz dienlich sein — verfehlt aber doch irgendwie die gestellte Aufgabe. Oder?
Aber vermutlich bin ich nur mal wieder nicht genügend trendbewusst. Und ein Trend scheint Cola mit Chili-Aroma auf jeden Fall zu sein. Denn die Hamburger Rebellen-Brause mag zwar die schärfste Cola der Welt sein — sie ist aber nicht die einzige: Auch die Softdrinx GmbH aus dem schwäbischen Bobingen hat eine Chili-Cola im Angebot, die sie hier auf der Anuga Drinks vorstellt. Passender Name: Fire Chili Cola.










