Anuga 14. Oktober 2009 um 13:10 Uhr

Geschmäcker sind nunmal verschieden

Von Silke Biester

An neuen Produkten scheiden sich die Geister: Tolle Idee, sagen die einen. Das braucht kein Mensch, meinen die anderen. Und genauso gespalten diskutieren meine Blog-Kollegin Rebecca Frener und ich gerade über “natquid”. Das ist so eine Art natürliches Parfüm für Speisen. Also in einen natürlich hochwertigen, milden Olivenöl werden die aromatischen Extrakte anderer natürlicher Lebensmittel eingefangen. Zum Beispiel Banane, Paprika, Limette, Karotte, Fenchel, Ananas und viele mehr.

Am Parfüm für Speisen scheiden sich die Geister

Am Parfüm für Speisen scheiden sich die Geister

In kleinen Fläschchen kann man sich dieses Aroma-Öl nun bald in die Küche stellen und dann beispielsweise einem Pudding noch etwas Bananen-Flavour als Topping gönnen. Man könnte ihn auch mit Pfefferminze veredeln oder mit Zwiebel verschandeln. Das ist dann eben Geschmacksache.

Das ist für die Konsumenten mal ganz was neues. Das wird bisher nur in manchen experimentellen Restaurants in dieser Form verwendet. “Eine richtige Innovation”, sag ich. Und probiert hab ich es auch, schmeckt, wenn man so sagen will, ganz natürlich. Also nunja, es fehlt natürlich die Konsinstenz und Textur von Limette, Karotte oder was auch immer. Aber es schmeckt zumindest nicht künstlich.”

Ja aber das kauft doch keiner!”, kontert meine Kollegin. “Wer soll das benutzen?” “Vielleicht all jene, die erst kürzlich das “Fleur de Sel” in ihrer Küche zum Standard erhoben haben und jetzt ganz wild darauf sind, die Molekularküche kennen zu lernen? Was weiß ich!” Nur gut, dass wir Journalisten nicht entscheiden müssen, was in die Regale kommt. Übrigens habe ich auch einen Handelsmanager an diesem Stand gesehen. Ob man ins Geschäft gekommen ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Ähnliche Beiträge:

Ein Kommentar

  1. wolfgang bach

    vielen dank für den bericht und für die möglichkeit, einige erläuterungen beizutragen.
    natquid ist ein innovatives natürliches würzmittel auf olivenbasis, also kein irgendwie nachträglich aromatisiertes olivenöl.
    in einem von uns entwickelten und zum patent angemeldeten verfahren ähnlich der kalten pressung können besonders antioxydantienreiche coratina-oliven zusammen mit eigentlich jedem denkbaren pflanzenteil, egal ob frisch oder verarbeitet, zu natquid “verbunden” werden. dies geschieht äußerst schonend und inhaltsstoff erhaltend, rein mechanisch und unter 25° c.
    nachdem faserstoffe und wasser abgeschieden sind, werden durch die in den oliven und den zutaten enthaltenen antioxydantien im natquid die charakteristischen und damit auch geschmacks und duft gebenden inhaltsstoffe der zutaten natürlich dauerhaft konserviert. natquid, eigentlich ein saft, schmeckt nicht nach olivenöl sondern immer intensiv nach der geschmacks gebenden zutat.
    die anwendungen im foodbereich sind grenzenlos: jeder kann alle speisen und viele getränke nach seinem geschmack würzen: man nehme einen happen hiervon, einen löffel davon usw., gebe einen tropfen natquid dazu und schon schmeckts sofort bspw. nach frischer petersilie, sellerie, zitrone, ingwer oder paprika oder einer mischung hieraus. wenn man sich entschieden hat, vollendet man mit ein paar weiteren tropfen das gesamte gericht und alles duftet und schmeckt nun wie frisch eben mit diesen zutaten zubereitet.
    natquid ist ein segen für kinder, die so spielerisch ihren geschmack finden und die natürlichen aromen unserer welt kennen lernen. künstliche aromen mag danach niemand mehr. geschmacksverstärker braucht keiner mehr und: “das mag ich nicht” gibt’s nicht mehr.
    gäste, ob am tisch zu hause oder im restaurant finden nun immer ihre persönliche note und können ihre “kreationen” mit den anderen am tisch teilen bzw. austauschen. so sorgt natquid für “natürliche erlebnisse” und viel gesprächsstoff. jeder lässt jeden probieren und jeder hat das beste rezept gefunden.
    wie wäre es mit einer “stange” vanilleeis, der länge nach nacheinander beträufelt mit verschiedenen natquids: kräuter, gemüse, zitrusfrüchte, kaffeebohnen, ingwerwurzeln? sie werden es nicht für möglich halten: plötzlich haben sie dutzende verschiedener esikremsorten, die wie frisch mit diesen zutaten zubereitet schmecken.
    im restaurant ist natquid als finishing das tüpfelchen auf dem i: beim anrichten, am pass, an der ausgabe oder am tisch ein bisher nicht gekannter duft und geschmack.
    das erstaunlichste ergebnis zeigt natquid bei convenience-gerichten: egal ob TK, cook and chill oder was auch immer, allen convenience-gerichten ist gemein, dass die aromen ein wenig schwächeln. natquid bring hier das leben zurück. ein paar tropfen natquid und es schmeckt so, als hätte peter um die ecke die wokpfanne gerade frisch zubereitet bzw. als wäre die steinofenpizza gerade aus dem ofen gekommen. und alles wird ein gutes stück bekömmlicher.
    zusatznutzen ist wie immer, dass jeder das gericht nach seinem geschmack vollenden kann, selbst wenn peters beutel irgendwann mit einem natquid-beutelchen, das peters vitalisierende natquid-mischung enthält, daherkommt.
    zu erwähnen wäre noch, dass natquid tatsächlich auch als parfüm verwendet werden kann, bspw. als erfrischenden und pflegenden mojito splash: natquid limette und minze, quellwasser – schütteln, auf die haut sprühen und genießen.
    oder als z. b. wärmenden, durchblutungs fördernden und pflegenden badezusatz (ingwer-rosmarin), als massage- oder pflegeöl für die haut.
    dies alles und mehr demnächst auf natquid.com und im handel.
    p. s.: natquid steht für natural liquid, d. h. selbst die kosmetischen produkte sind essbar (… und können richtig lecker sein) und … ein paar tropfen auf molekulargerichte können bestimmt auch nicht schaden.
    und ganz wichtig: außer den oliven und den pflanzen(teilen) werden keine weiteren stoffe in natquid verarbeitet. also: reine natur … und sonst nichts.

Einen Kommentar schreiben