Geschmäcker sind nunmal verschieden
Von Silke BiesterAn neuen Produkten scheiden sich die Geister: Tolle Idee, sagen die einen. Das braucht kein Mensch, meinen die anderen. Und genauso gespalten diskutieren meine Blog-Kollegin Rebecca Frener und ich gerade über “natquid”. Das ist so eine Art natürliches Parfüm für Speisen. Also in einen natürlich hochwertigen, milden Olivenöl werden die aromatischen Extrakte anderer natürlicher Lebensmittel eingefangen. Zum Beispiel Banane, Paprika, Limette, Karotte, Fenchel, Ananas und viele mehr.

Am Parfüm für Speisen scheiden sich die Geister
In kleinen Fläschchen kann man sich dieses Aroma-Öl nun bald in die Küche stellen und dann beispielsweise einem Pudding noch etwas Bananen-Flavour als Topping gönnen. Man könnte ihn auch mit Pfefferminze veredeln oder mit Zwiebel verschandeln. Das ist dann eben Geschmacksache.
Das ist für die Konsumenten mal ganz was neues. Das wird bisher nur in manchen experimentellen Restaurants in dieser Form verwendet. “Eine richtige Innovation”, sag ich. Und probiert hab ich es auch, schmeckt, wenn man so sagen will, ganz natürlich. Also nunja, es fehlt natürlich die Konsinstenz und Textur von Limette, Karotte oder was auch immer. Aber es schmeckt zumindest nicht künstlich.”
Ja aber das kauft doch keiner!”, kontert meine Kollegin. “Wer soll das benutzen?” “Vielleicht all jene, die erst kürzlich das “Fleur de Sel” in ihrer Küche zum Standard erhoben haben und jetzt ganz wild darauf sind, die Molekularküche kennen zu lernen? Was weiß ich!” Nur gut, dass wir Journalisten nicht entscheiden müssen, was in die Regale kommt. Übrigens habe ich auch einen Handelsmanager an diesem Stand gesehen. Ob man ins Geschäft gekommen ist, entzieht sich meiner Kenntnis.









