Paula packt zwei Äpfel in eine 20-Gramm-Tüte
Von Sabine Hedewig-Mohr
Antonio Musci kam aus Italien nach Polen, um Marketing für die Firma Paula in Kalisz zu machen
Die polnischen Lieferanten haben sich in diesem Jahr besondere Mühe gegeben, auf der Messe aufzufallen. Sie liebäugeln wohl auch mit einer Anuga-Partnerschaft für eine zukünftige Messe. Wie mir Barbara Mikusinska, die Chefredaktueurin der polnischen Fachzeitschrift “Handel” (einer Schwester der Lebensmittel Zeitung) sagte, kommen die Hersteller auch zunehmend aus dem Status des reinen Rohstofflieferanten heraus und lancieren starke Marken auf dem heimischen Markt.
Eine davon könnte Paula werden, eine kleine Firma in der Nähe von Posen, die ein Verfahren zur schonenden Trocknung von Obst und Gemüse entwickelt hat. Paula produziert Obst- und Gemüse-Chips, die frei von Fett und Konservierungsstoffen aber reich an natürlichen Aromen, Vitaminen und Mineralstoffen sowie Ballaststoffen sind.
Probieren konnte ich Rote-Beete-Chips, die in Deutschland sicher gewöhnungsbedürftig sind. Im Land des Rote-Beete-Eintopf Bortsch aber bestimmt besser ankommen. Großartig fand ich die Karotten-Paprika-Chips, die man zu einem spannenden Krimi gerne knabbern möchte. Die Apfel-Chips kommen einem schon vertrauter vor. Und wenn man weiß, das in einer 20-Gramm-Tüte zwei vollständige Äpfel stecken, hat man kein schlechtes Gewissen mehr.









