Trendthema Wellness
Von Silke BiesterGibt es Innovationen, die den Markt bewegen? Das ist eine zentrale Frage auf der Anuga. Und sicher gibt es etliche Innovationen zu sehen. Aber die allermeisten davon sprechen sehr individuelle Bedürfnisse an. Ein Einzelprodukt als Super-Top-Innovation herauszustellen, ist wohl etwas übertrieben. Die vielen Einzelbeispiele lassen allerdings Trends erkennen. Wellfood ist einer davon.
Jetzt mögen Sie einwenden, dass Wellness in Kombination mit Lebensmitteln nicht erst im Jahr 2009 erfunden wurde. Da haben Sie recht. Wellness ist schon seit geraumer Zeit ein beliebter Zusatnutzen für Lebensmittel. Angefangen bei Probiotik vor etlichen Jahren hat das Thema längst Marktbedeutung erlangt.

Zehn Teiltrends werden in der Ausstellung Wellfood detailliert beschrieben.
Heute lassen sich allerdings einige sehr unterschiedliche Teiltrends identifizieren, die alle auf ihre Weise den Markt bewegen. Auf der Anuga wird die Entwicklung in einer kleinen Ausstellung “Trendthema Wellfood” dokumentiert. Die folgenden Kernthemen wurden an verschiedensten Produktbeispielen dargestellt.

Wie schmecken Barbacoa oder Duftblüte?
1. Superfrüchte wie Grantapfel, Goji, Acai oder Mangostern werden verstärkt eingesetzt.
2. Salzarme Produkte werden als solche ausgelobt. In vielen Fällen wird der Geschmack statt durch Salz durch den versärkten Einsatz von Kräutern oder anderen aromatischen Stoffen verstärkt.
3. Wellaging ist das Thema bei Produkten mit Antioxidantien, Vitamin A C E, Hyaluronsäure oder Lutein.
4. Ballaststoffe werden für die Darmgesundheit in manchen Produkten zugeführt.
5. Natürliche Inhaltstoffe und damit die Abwesenheit von chemischen Zusätzen wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder Stabilisatoren werden immer wichtiger.
6. Neue Zielgruppen werden entdeckt und auf individuelle Weise angesprochen. Beispiele sind “Heimgourmets”, “Nix-Grünes-Kids” oder “Busy Moms”.
7. Knusprig und knackig darf es sein. In vielen Produkten wird verstärkt auf die Textur geachtet. Crunchige Stückchen sorgen für das richtige Sounddesign beim Essen.
8. Neue Geschmachsrichtungen wie Quitte, Ahornsirup, Seesalz, CamuCamu oder Barbacoa stimulieren den Gaumen.
9. Verpackungen werden “auf Diät” gesetzt. Weniger ist mehr heißt hier das Motto. Zielsetzung ist die Vermeidung von Müll und damit der Umweltschutz.
10. Logos, Logos, Logos. Die Verbraucher sind zunehmend an Informationen über die Produkte interessiert. Mit neuen Logos wird versucht, die Orientierung zu erleichtern.
Interessant ist auch der Hinweis innerhalb der Ausstellung, dass etliche der gezeigten Ideen nur in manchen Ländern in den Markt eingeführt werden können, da die Gesetzeslage sehr unterschiedlich ist. Insbesondere in Europa wird die Markteinführungen seit kurzem durch die Health-Claims-Verordnung bestimmt. Was für etliche Produkte zumindest in der Vermarktung eine deutliche Hürde ist.









