Wagner-Bio-Pizza bei Rewe ausgelistet
Von Sabine Hedewig-Mohr
Guido Siebenmorgen, Leiter Zentraleinkauf Frische der Rewe-Group, war ebenfalls Teilnehmer in der Diskussionsrunde Gipfel des Bio-Marktes der LZ. Auch für den Kölner Händler ist Bio kein neues Thema. Mit der Marke Füllhorn, die gerade beerdigt wurde sowie mit den Bio-Supermärkten Vierlinden konnte bereits viel Erfahrung gesammelt werden. Rewe führt rund 200 Bio-Marken beim Vollsortimenter und 100 beim Discounter Penny. Gerade eingeführt wurde das Dachmarkensortiment “Rewe-Bio“. Auf der Webseite demonstriert Rewe seinen engen Kontakt zu den Herstellern sogar im Web-TV. Siebenmorgen macht deutlich, dass diese Bio-Eigendachmarke Priorität für den Kölner Händler hat.
Zu spüren bekam dies bereits der Hersteller der Wagner Pizza, der bei Rewe mit seinen Bio-TK-Pizzen ausgelistet wurde.
Norbert Passlat Bereichsleiter Vertrieb, Wagner Tiefkühlprodukte ist mit Bio-TK-Pizza im Fachhandel gestartet und beliefert mittlerweile auch den LEH. Sein Fazit zu den Gesprächen mit den Verantwortlichen: “Im Fachhandel spricht man über die Ware, über die Qualität und über Promotions, mit dem LEH spricht man über Handelsspanne und Stücknutzen.”
Dr. Franz Ehrnsperger, Inhaber der Bio-Brauerei Neumarkter Lammsbräu, bestätigt dies. Im Unterschied zu Wagner, der auch Nicht-Bio-Qualität herstellt, sagt er fast entschuldigend: “Wir können nur Bio”. Sein erklärtes Ziel ist es, möglichst viele Leute von Bio-Kost zu überzeugen, weil nur so die Gesellschaft langfristig eine Chance habe und gesund erhalten werde. Und er ist überzeugt: “Wer einmal den Bio-Bazillus eingeatmet hat, der kommt nicht mehr davon los und findet auch den Weg in den Fachhandel.” Denn – so seine Erfahrung – im LEH fehlt es den Bioprodukten häufig an der Beratung und am emotionalen Umfeld.
Das will Siebenmorgen natürlich nicht so stehen lassen und erwidert: “Bei Bio führen wir bei Rewe strategische Sortimente, die wir unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht führen würden.” Das kann Passlat von Wagner nur bestätigen: “Bioartikel sind wirtschaftlich schlechter. Wenn es nicht beide Seiten wollten, würde es dieses Angebot nicht geben.”









