Anuga 14. Oktober 2009 um 14:58 Uhr

Ganz chön charf!

Von Marco Kitzmann

Drei Freunde sitzen in einer Szenebar. Fragt der Erste: “Was machen wir jetzt?” Erwidert der Zweite: “Ich brauch noch was Scharfes.” Antwortet der Dritte: “Mach’s dir doch selbst!”, und kippt ihm etwas Chilisauce in die Cola. Den Ersten irritiert’s, der Zweite probiert’s: “Das schmeckt ja rebellisch!”

Wers schön scharf mag: Chili-Cola aus Hamburg.

Wers schön scharf mag: Chili-Cola aus Hamburg.

So verkauft die Hamburger Art Project Design & Communication GmbH die Entstehungsgeschichte ihrer Chili-Cola, der nach eigenen Angaben schärfsten Cola der Welt. Die kommt in drei Schärfegrade daher (Soft Chili, More Chili und Maxx Chili), ist mit Ingwer verfeinert und hat in diesem Jahr den Innovationspreis Taste 09 gewonnen.

Ich persönlich halte ja nicht so viel von dem aktuellen Trend, allem noch einen Schuss Schärfe mitzugeben. Weiterlesen »

Anuga 14. Oktober 2009 um 14:45 Uhr

Biomolkerei wird salonfähig

Von Sabine Hedewig-Mohr

Scheitz
Als vor 30 Jahren der erste Außendienstmitarbeiter der Andechser Bio-Molkerei Scheitz aus Oberbayern beim Handel anklopfte und um einen Termin bat, da hieß es: “Kommen Sie heute abend um 5 wieder”. “Da kann i net, da muss i melken” war die prompte Antwort des Milchbauern.
Inzwischen hat die Molkerei viele Jahre des Aufbaus und einen Generationswechsel an der Unternehmensspitze hinter sich. Heute ist ihre Geschäftsführerin Barbara Scheitz auf der Anuga ein gesuchter Gast.
Auf dem roten Sofa auf Einladung von BVE und Lebensmittel Zeitung stand sie Werner Prill für Fragen zur Verfügung. (Siehe unser Livestream)

Als die Ifoam sie einen Tag später als Sprecherin eingeplant hatte, mußte sie kurzfristig absagen. Es standen Gespräche mit dem Lebensmittelhandel an. Die hatten Vorrang.

Denn trotz eines vollen Milchregals mit ständig sinkenden Preisen, mit Bioware stoße man im Handel offene Türen ein, so Scheitz.

Anuga 14. Oktober 2009 um 14:25 Uhr

Exotisch, praktisch, gut

Von Rebecca Frener

Exotische Fruchtsäfte made in Brazil” lautete der vielversprechende Titel einer Veranstaltung, zu der das Brasilianische Obstinstitut IBRAF gemeinsam mit der brasilianischen Interessenvertretung der Obstverarbeiter, ASTN, und der nationalen Exportförderung APEX Brasil geladen hatte.

Obwohl Deutschland Weltmeister im Fruchtsafttrinken sei, konsumiere man hierzulande weit weniger als empfohlen, war dort zu erfahren. Wie gut also, dass die fröhlichen Gäste aus dem Land am Amazonas Abhilfe schaffen wollen: Produkte aus exklusiven Fruchtsorten namens Açai, Acerola oder Rote Guave sollen künftig viel häufiger als bisher in deutschen Regalen zu finden sein. Also rühren die Hersteller nun kräftig  die Werbetrommel.

Acerola-Frucht

Acerola-Frucht

“Brasilianisches Angebot des stammenden verschiedenen Obst” lautet der kuriose Titel einer Präsentationsfolie, anhand derer IBRAF-Präsident Moacyr Saraiva Fernandes die Produktgruppe der “Superfrutas” beschreibt. Dabei handele es sich um Obst mit einem besonders hohen Nährwert und Antioxidantien, mit besonders speziellem Geschmack, “praktischer Handhabung” und weiteren “marketingwirksamen Argumenten”.

Beeindruckend ist sie jedenfalls, die Liste der gesundheitsfördernden Wirkungen: Weiterlesen »

Anuga 14. Oktober 2009 um 14:13 Uhr

Apollinarisches Hotelzimmer

Von Rebecca Frener

Was es mit dem Food Hotel in Neuwied auf sich hat, habe ich ja bereits an früherer Stelle versucht zu beschreiben. Und bin dabei selbst so neugierig geworden, dass ich mir das Projekt am Stand des BVL (Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels) gleich mal angeschaut habe. Die feierliche Eröffnung des Supermarkt-Themenhotels ist übrigens für Juli 2010 geplant.

Mit Apollinaris-Nachttischlampe, weichen roten und weißen Kissen und einer überlebensgroßen Wasserflasche auf der Rückwand ist der Sponsor des Beispielzimmers nicht schwer zu erraten. Ein einladendes Ambiente, in dem mir BVL-Hauptgeschäftsführer Michael Gerling weitere Details erklärte:


Anuga 14. Oktober 2009 um 13:51 Uhr

Lecker Mädsche – Teil 4

Von Marco Kitzmann
Auch Highlander trinken Singha-Bier...

Auch Highlander trinken Singha-Bier...

Letzter Teil unserer spontan initiierten Reihe “Lecker Mädsche” — und ganz klar meine Favoritinnen.

Anuga 14. Oktober 2009 um 13:10 Uhr

Geschmäcker sind nunmal verschieden

Von Silke Biester

An neuen Produkten scheiden sich die Geister: Tolle Idee, sagen die einen. Das braucht kein Mensch, meinen die anderen. Und genauso gespalten diskutieren meine Blog-Kollegin Rebecca Frener und ich gerade über “natquid”. Das ist so eine Art natürliches Parfüm für Speisen. Also in einen natürlich hochwertigen, milden Olivenöl werden die aromatischen Extrakte anderer natürlicher Lebensmittel eingefangen. Zum Beispiel Banane, Paprika, Limette, Karotte, Fenchel, Ananas und viele mehr.

Am Parfüm für Speisen scheiden sich die Geister

Am Parfüm für Speisen scheiden sich die Geister

In kleinen Fläschchen kann man sich dieses Aroma-Öl nun bald in die Küche stellen und dann beispielsweise einem Pudding noch etwas Bananen-Flavour als Topping gönnen. Man könnte ihn auch mit Pfefferminze veredeln oder mit Zwiebel verschandeln. Das ist dann eben Geschmacksache.

Das ist für die Konsumenten mal ganz was neues. Das wird bisher nur in manchen experimentellen Restaurants in dieser Form verwendet. “Eine richtige Innovation”, sag ich. Und probiert hab ich es auch, schmeckt, wenn man so sagen will, ganz natürlich. Also nunja, es fehlt natürlich die Konsinstenz und Textur von Limette, Karotte oder was auch immer. Aber es schmeckt zumindest nicht künstlich.”

Ja aber das kauft doch keiner!”, kontert meine Kollegin. “Wer soll das benutzen?” “Vielleicht all jene, die erst kürzlich das “Fleur de Sel” in ihrer Küche zum Standard erhoben haben und jetzt ganz wild darauf sind, die Molekularküche kennen zu lernen? Was weiß ich!” Nur gut, dass wir Journalisten nicht entscheiden müssen, was in die Regale kommt. Übrigens habe ich auch einen Handelsmanager an diesem Stand gesehen. Ob man ins Geschäft gekommen ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Anuga 14. Oktober 2009 um 12:15 Uhr

Saure Chinesen

Von Rebecca Frener

Spricht man nicht dieselbe Sprache, muss man sich mit Händen und Füßen verständigen. Anscheinend gibt es jedoch auch andere Anlässe, bei denen die Hand- und Fuß-Sprache hilft. So geschehen bei der chinesischen Handelskammer in Halle 1a. Dort nämlich beschwerte sich ein ganzer Pulk von Herstellern aus dem Land der Mitte laut schreiend, gestikulierend und aufgeregt herumspringend über die widrigen Bedingungen. Gut für uns – ohne ein Wort Chinesisch zu können, waren wir uns über den Inhalt der Diskussion schnell im Klaren.

Heimliche Aufnahme mit dem Handy: Wütende chinesische Aussteller beschweren sich bei ihrer Handelskammer

Heimliche Aufnahme mit dem Handy: Wütende chinesische Aussteller beschweren sich bei ihrer Handelskammer

Um Zeuge dieser vielsagenden Szene zu werden, hatten wir so einiges auf uns genommen: Wir hatten den gesamten Messeboulevard einschließlich der völlig verqualmten “Piazza” durchquert, danach Halle 3, dann Halle 2, hatten uns bis in Halle 1 vorgekämpft, waren scharf rechts abgebogen, grünen Linien durch ein Treppenhaus gefolgt und dann über einen roten Teppich durchs Freie in das Zelt geschritten, das auf dem Lageplan als Halle 1a gekennzeichnet ist. (Zugegebenermaßen: Man hätte auch direkt durch Halle 2 hier ankommen können, wenn man denn den Durchgang nicht übersehen hätte.) Endlich angekommen, bot sich uns ein wunderbarer Ausblick:

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Anuga 14. Oktober 2009 um 11:32 Uhr

Trendthema Wellness

Von Silke Biester

Gibt es Innovationen, die den Markt bewegen? Das ist eine zentrale Frage auf der Anuga. Und sicher gibt es etliche Innovationen zu sehen. Aber die allermeisten davon sprechen sehr individuelle Bedürfnisse an. Ein Einzelprodukt als Super-Top-Innovation herauszustellen, ist wohl etwas übertrieben. Die vielen Einzelbeispiele lassen allerdings Trends erkennen. Wellfood ist einer davon.

Jetzt mögen Sie einwenden, dass Wellness in Kombination mit Lebensmitteln nicht erst im Jahr 2009 erfunden wurde. Da haben Sie recht. Wellness ist schon seit geraumer Zeit ein beliebter Zusatnutzen für Lebensmittel. Angefangen bei Probiotik vor etlichen Jahren hat das Thema längst Marktbedeutung erlangt.

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Zehn Teiltrends werden in der Ausstellung Wellfood detailliert beschrieben.

Heute lassen sich allerdings einige sehr unterschiedliche Teiltrends identifizieren, die alle auf ihre Weise den Markt bewegen. Auf der Anuga wird die Entwicklung in einer kleinen Ausstellung “Trendthema Wellfood” dokumentiert. Die folgenden Kernthemen wurden an verschiedensten Produktbeispielen dargestellt. Weiterlesen »